Schreiben/Morgenseiten

Dass Schreiben eine therapeutische Wirkung haben kann, ist keine neue Erkenntnis und dennoch bin ich immer wieder überrascht, wie viel man durch das freie Schreiben erkennen, loslassen und heilen kann!

Die sogenannten Morgenseiten sind ein sehr einfaches Tool, für das man keine Meditationspraxis oder Erfahrung braucht und welches wirklich jeder sofort umsetzen kann. Und dennoch ist es ein sehr effektives Tool, um unbewusste Ängste und Spannungen zu finden und aufzulösen.

Durch das Schreiben aus dem Unterbewusstsein kommt man in Kontakt mit Themen, die man im Alltag vielleicht eher übersieht.

Die Morgenseiten sind drei A4-Seiten, die man direkt nach dem Aufwachen mit der Hand schreibt. Die Zeit nach dem Aufwachen ist besonders, da man noch nicht so vom Tag eingenommen ist. Deswegen sollte man sich wirklich sofort nach dem Aufstehen hinsetzen und einen Moment Zeit nehmen. Bei den Morgenseiten geht es nicht darum,
irgendetwas zu erreichen oder zu leisten. Völlig frei von Bewertungen schreiben wir einfach alles auf, was uns durch den Kopf geht. Und zwar ohne Pause und ohne auf die korrekte Rechtschreibung oder Grammatik zu achten: Denn so kommt das Unterbewusstsein in Fluss. Durch das Schreiben aus dem Unterbewusstsein kommt man in Kontakt mit Themen, die man im Alltag vielleicht eher übersieht. Dadurch, dass man sie aufschreibt, macht man sie sich auf der einen Seite bewusst und kann so mit ihnen arbeiten. Auf der anderen Seite lässt man sie los, indem man sie zu Papier bringt. Nach frühestens drei Tagen kann man sich das Geschriebene nochmals durchlesen. Vielleicht findet man Muster, vielleicht erkennt man wiederkehrende Gedanken und Ängste.

Die Pause von mindestens drei Tagen ist allerdings wichtig, um mit dem nötigen emotionalen Abstand noch einmal drauf zu schauen. Erkennt man jetzt Ängste, die immer wieder kommen, so kann man sich zum
Beispiel in der Meditation, im Gespräch mit der Hebamme und/oder bei einem Spaziergang in der Natur intensiver damit auseinandersetzen und mit ihnen arbeiten.

Im Grunde sind auch die Morgenseiten eine Art Meditation, denn auch hier wollen wir das Denken ausschalten – und einfach nur schreiben und das Unterbewusstsein zu Wort kommen lassen.

Hast du schon einmal ein Dankbarkeitstagebuch geführt?

Alternativ oder zusätzlich zu den Morgenseiten gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich die Kraft des Schreibens zunutze zu machen! Hast du schon einmal ein Dankbarkeitstagebuch geführt? Insbesondere, wenn du derzeit das Gefühl hast, du kommst nicht so richtig aus deinem Loch heraus, ist das Schreiben eines Dankbarkeitstagebuchs unglaublich wertvoll: Dadurch, dass du einfach jeden Tag fünf bis fünfzig Dinge aufschreibst, für die du dankbar bist, lenkst du deine Aufmerksamkeit um: auf das Positive. Du kannst mit einfachen Dingen beginnen und wie bei den Affirmationen langsam in deine Dankbarkeit hineinwachsen. Fang an mit Sachen, für die du ganz offensichtlich dankbar bist: „Ich bin dankbar für die warme Dusche/den Kaffee/den weichen Teppich unter meinen Füßen/…“, und spüre in die Dankbarkeit hinein.
Dann gehe weiter: „Ich bin dankbar, dass ich mir heute einen Moment Zeit nehme, um mich auf etwas Positives zu konzentrieren/dass ich ganz bewusst daran arbeite, wieder in mein Vertrauen zurückzufinden/…“ Schau einfach mal, was bei dir kommt. Und dann fühle dich in jeden Satz hinein. Spüre die Dankbarkeit. Sie ist ein wunderschönes, positives Gefühl und das Bewusstsein der Dankbarkeit kann deinen gesamten Alltag verändern.

Oder schreibe einfach frei in dein Tagebuch, wenn dir danach ist. Es gibt beim Schreiben keine Regeln: Alles Schreiben hilft dir, loszulassen, deine Perspektive und deinen Fokus zu verändern, deinen Alltag zu ordnen, mehr Klarheit zu schaffen und Ereignisse zu reflektieren.

Mehr Tools um zurück ins Vertrauen und in deine Kraft zu finden, gibt es in meinem Buch Vertrauen nach Fehlgeburt:

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